Frühförderstelle |
|
Die Geburt eines Kindes stellt immer eine Herausforderung für die Familie dar. Sie führt in der Regel aber nicht nur zu Freude und Glücksgefühlen, sondern löst häufig auch Verunsicherung, Zweifel und Angstgefühle aus. Dies ist ein normaler Prozess. Die Geburt eines blinden oder sehbehinderten Kindes hingegen versetzt die Familie zusätzlich in eine einzigartige, radikale und unumkehrbare neue Situation, die viele Fragen aufwirft und nicht nur Angst machende, sondern oft auch bedrohliche Komponenten enthält. Am Anfang steht die Diagnose, die die Eltern mit einer ganz neuen Dimension, der Dimension "Behinderung", konfrontiert. Für die Eltern behinderter Kinder stellen sich vielfältige Anforderungen, die weit über die Aufgaben hinausgehen, die die Eltern nichtbehinderter Kinder zu bewältigen haben. Die Krisenbewältigung benötigt viel Zeit, Kraft und Hilfe und meistens auch fachliche Unterstützung. Bereits seit 1957 versucht hier die Frühförderstelle der Staatlichen Schule für Blinde und Sehbehinderte den betroffenen Familien diese Hilfestellung zu geben. Seit der vom Verein zur Förderung Blinder und Sehbehinderter Kinder großzügig unterstützten Erweiterung des Frühförderzentrums. Anfang der 90er Jahre steht dem Frühförderteam dafür zusätzlich ein gut ausgestatteter Low-Vision-Raum zur Verfügung, der neben dem sogenannten Schwarzlicht vielfältige Möglichkeiten der visuellen Stimulation bietet. Unsere Frühförderstelle betreut derzeit fast siebzig blinde und sehbehinderte Kinder aus dem gesamten Saarland von den ersten Lebensmonaten bis zur Einschulung. Träger ist das saarländische Kultusministerium. In der Regel wird die Frühförderung, kombiniert als individuelle, familienorientierte Förderung, in der Familie selbst, ihrer unmittelbaren Umgebung und im Frühförderzentrum der Schule durchgeführt. Tatkräftig unterstützt werden die MitarbeiterInnen des Frühförderteams dabei von der Augenklinik Homburg, insbesondere von der Oberärztin Dr. Käsmann-Kellner. Im Mittelpunkt der Frühförderung steht die ganzheitliche Betreuung und Förderung des sehgeschädigten Kindes und seiner Familie, aber auch die Zusammenarbeit mit anderen Fachkräften wie Krankengymnasten und Ergotherapeuten, MitarbeiterInnen anderer Frühförderstellen, der Kindergärten und den Arbeitsstellen für Integration. Ziel der spezifischen Frühförderung Sehgeschädigter ist insbesondere:
Dabei ist der Dreh- und Angelpunkt unserer Frühförderung stets das sehgeschädigte Kind und seine spezifische Situation. |
| Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 07. Januar 2010 um 17:45 Uhr |